Seebrücke Zingst

 

24.08.2020

 

Es ist noch dunkel als ich an der Seebrücke in Zingst ankomme. Hinter mir liegen 10 min Autofahrt und ein Wecker, der mich unsanft aus dem Schlaf gerissen hat. Am Horizont zeigt sich bereits ein schwaches Leuchten und ich muss mich beeilen um meine erste Aufnahmeposition zu erreichen. Drei Bilder möchte ich heute morgen realisieren, ein strammes Programm für gut 15 Minuten Fotolicht. Um keine Zeit zu verschwenden habe ich den Spot schon am Vortag besucht und mir die passenden Stellen für meine Aufnahmen ausgesucht. Ich nehme den Weg links hinunter zum Strand, der feinkörnige Sand macht das Vorankommen schwer. Während ich durch den Sand stapfe geht mein Blick hoch zum Himmel. Wie immer habe ich Sorge, das beste Licht zu verpassen. Etwas ausser Atem erreiche ich meine erste Position am Strand. Ich baue mein Stativ auf, montiere die Kamera und das Filtersystem. Um die Belichtungszeit zu verlängern und die Ostsee glatt zu bekommen montiere ich einen Graufilter, den Kontrastunterschied zwischen Himmel und See kompensiere ich mit einem Verlaufsfilter. Ich setze den Schärfepunkt auf die Mitte der Brücke, kontrolliere Belichtung und Verschlusszeit und löse die Kamera aus. Perfekt. Inzwischen leuchtet der Himmel in wunderschönen Pastellfarben. Ich schieße ein Foto nach dem anderen, korrigiere minimal den Focus und den Bildausschnitt, dann bin ich mir sicher das gewünschte Bild auf dem Chip zu haben. Hastig eile ich zu meiner nächsten Position am Anfang der Seebrücke. Von dort aus möchte ich den Strand und die Dünen aufnehmen. Mittlerweile brennt der Himmel lichterloh, ein breites Wolkenband hat sich eingerichtet und leuchtet in Gelb- und Orangetönen. Die Sonne schiebt sich langsam über den Horizont und zaubert immer intensivere Farben in den Himmel. Wow, was für ein Spektakel. Ich schieße Foto um Foto bis die heller werdende Sonne die Farben verblassen läßt. Zeit für das letzte Foto. Ich marschiere hinaus auf die Seebrücke bis kurz vor der markanten Tauchgondel und positioniere mich mittig zum Steg. Der Himmel im Norden ist nur dezent gefärbt, genau die Stimmung die ich mir erhofft hatte. Nach wenigen Fotos bin ich mir sicher das auch diese Sujet passt. Zur Sicherheit mache ich noch ein paar Fotos mit unterschiedlichen Schärfepunkten, dann packe ich zufrieden meine Ausrüstung zusammen und mache mich auf den Weg zurück ins Hotel. Ich kann es kaum erwarten die Bilder am Rechner zu betrachten und freue mich schon auf die Entwicklung. Und ein Kaffee wäre jetzt auch nicht schlecht...

 

Equipment

Canon EOS M5

EF-M15-45 IS STM

Steckfiltersystem Haida M10

Versch. Grau-, Pol- und Verlaufsfilter

Nachbearbeitung in Lightroom und Photoshop

Kommentare

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  • Klaus (Dienstag, 17. September 2019 19:12)

    Gratulation zu den wunderschönen, mystisch und stilvollen Landschaftsaufnahmen . Ganz große Klasse- Weiter so ;-)

  • Ferdinand (Mittwoch, 27. März 2019 12:01)

    Wow, tolle Bilder. LG Fred